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tuba ventosa        Kunst-Station Sankt Peter Köln   16.11.12   COMPUTING MUSIC VIII

 

In einer audiovisuellen live Komposition lotete Frequenzwechsel kinematische Charakteristika

der Orgel und deren Klangkorrelate aus. Mechanische Grenzbereiche, System-Rauschen,

Tempo-Flimmern, akustische Admittanz, Rückkopplung.

Don't denoise!

Beteiligte Künstler:

Tobias Beck, Tobias Grewenig, Volker Hennes, Matthias Neuenhofer, Ji Hyun Park, Susanna Schoenberg, Dirk Specht

 

Tuba ventosa wurde für die Orgeln der Kunst-Station Sankt Peter in Köln entwickelt.

Die 23 Minuten gespielte Klang- und Bildkomposition basiert auf einer audiovisuellen Rückkoppelung über Video, Mikrofon, Orgel. Der Prozess wird per Händeklatschen initiiert, dieser Impuls startet eine Videorückkoppelung durch ein zufallsgeneriertes Muster. Ein Kantenerkennung Algorithmus moduliert dieses zu visuellen Turbulenzen die die Orgeln steuern. Sechs verschiedene Punkte des Videobildes generieren Daten zur Übersetzung des Visuellen in Midi-Daten und dementsprechend in Noten. Diese sind, wie auch die visuelle Komponente, im kompositorischen Ablauf durch Presets gegliedert. In denen die Auswahl aus den 120 möglichen Registern, Tempi und der Charakter des visuellen Prozess gespeichert sind. Die akustische Entwicklung beeinflusst über das Mikrofon die Parameter des Videofeedback und dadurch die Entwicklung der visuellen Turbulenzen. Dieses komplexe System wird auf Basis der akustischen und visuellen Programmierung live gesteuert und von einem analogen Einsatz an der Winddrossel begleitet. Das in Echtzeit generierte Video wird auf den Boden im Zentrum des Kirchenraums und in das Gewölbe des Seitenschiffs projiziert. Eine dritte Projektion, die Bodenprojektion überschneidend zur Hälfte auf die Seitenwand geworfen, ergänzt den Performance Raum. Videoaufnahmen der Glasoberflächen der Kirche überlagert von einer Visualisierung der akustischen Intensität des Klangereignisses bilden eine, im Oben und Unten aufgelösten Raum, horizontale Konstante.